Essay
An Essay on Queer Poetry by Stefan Hölscher
German Text: Stefan Hölscher (Germany), English Translation: Julia C. Graney (USA)

Ged/sicht zeigen – queer

Wenn, was nicht übermäßig oft passiert, unter Lyrikkennern über das Thema „queere Lyrik“ gesprochen wird, kann man immer wieder eine der folgenden drei Thesen vernehmen:

  1. Jede (echte) Lyrik ist doch queer. Daher kann man das Wort „queer“ in dem Zusammenhang einfach streichen.
  2. „Queere Lyrik“ gibt es gar nicht.
  3. Für so etwas wie „queere Lyrik“ besteht heute kein Bedarf mehr.

Auch wenn es nicht die gleichen Leute sind, die diese Thesen vertreten, so kommen sie doch letztlich darin überein, dass man zwar über viele Dinge reden kann, über „queere Lyrik“ aber definitiv nicht reden muss. – Ich werde es hier trotzdem tun: Ich werde über ein Thema sprechen, das traditionell, das heißt über viele Jahrhunderte hinweg in der Literatur- und Geistesgeschichte tabuisiert worden ist und das nun heutzutage aus etwas anders akzentuierten Gründen heraus erneut Gefahr läuft, vom Tisch gewischt zu werden. Und da wären wir eigentlich schon beim Kernpunkt: Genauso wie es ein Unding ist, vom Heteronormativen abweichende Liebes- und Lebensformen, die nun einmal in der Natur von Menschen und Tieren seit jeher vorkommen, als „nicht-akzeptabel“, „naturwidrig“, „krank“, „teuflisch“ oder „nicht existent“ zu bezeichnen, genauso ist es ein Unding, den sprachlichen oder in anderen Formen sich zeigenden kreativen Ausdruck von Menschen, die heteronormativen Lebens- und Liebesformen nicht entsprechen als grundsätzlich „nicht berechtigt“, „nicht relevant“ oder gar „inexistent“ abzuqualifizieren. Queere Menschen können sich zu queeren Lebens- und Liebesweisen artikulieren. Und sie können das nicht nur, sie tun das sogar! Und wenn sie das in Gedichtform tun, entsteht queere Lyrik. Sie darf da sein, und – noch toller – sie ist da. Queere Lyrik ist eine Form dessen, wie queere Menschen Gesicht zeigen, wie sie statt sich zu verstecken, mit expressiven Mitteln deutlich machen, dass sie und ihre Themen, die durchaus andere als die nicht-queerer Menschen sind, existieren.

Doch schauen wir, bevor wir näher auf Charakteristika, Entwicklungen und Möglichkeiten queerer Lyrik blicken, erst noch mal auf die drei genannten Verneinungsthesen. Mit der Behauptung, jede (echte) Lyrik sei doch „queer“, wird im Allgemeinen darauf angespielt, dass Lyrik per se Normen infrage stellend, sie erschütternd oder anarchisch unterlaufend sei. Diese These halte ich schon rein empirisch für falsch. Was ist mit Dichtern und Dichterinnen, die in totalitären Regimen als systemkonform gelten? Was ist mit Dichtern wie etwa Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern oder, um mal in die Gegenwart zu springen und die Reihe der literarischen Schwergewichte etwas aufzulockern: Was ist mit Dichtern wie Thilo Krause oder David Krause? Wie normenverstörend sind bzw. waren sie? – Die These, dass jede (echte) Lyrik Normen zersetze, ist entweder falsch oder sie mündet nahtlos in eine der unfruchtbarsten Diskussionen, die man in solchen Zusammenhängen überhaupt führen kann: nämlich die, was wirklich Lyrik ist und was nicht. Natürlich darf man Argumente dafür bringen, was man für bessere im Unterschied zu weniger guter Lyrik hält. Der Versuch, ultimativ zu bestimmen, was als Lyrik generell durchgehen darf und was nicht, ist aber nichts anderes als ein letztlich oberlehrerhafter und immer zum Scheitern verurteilter Kreativitätskiller.

Hinzu kommt, dass die Verwendung des Wortes „queer“ in der „Jede (echte) Lyrik ist queer“-These aus meiner Sicht äußerst fragwürdig ist. Wahrlich nicht jeder, der Normen grundsätzlich infrage stellt, würde sich als „queer“ bezeichnen wollen und umgekehrt gibt es auch jede Menge queerer Menschen, die mit bestehenden Normen in hohem Einklang zu leben scheinen und sich auch selbst nicht als Normirritierer oder -zerstörer verstehen würden. Die These steht also sowohl empirisch wie auch semantisch auf tönernen Füßen. Und da sollten wir sie einfach auch stehen lassen.

Cool ist natürlich auch die Behauptung, „queere Lyrik“ gäbe es gar nicht. Wer mit dieser Behauptung um die Ecke kommt, will damit für gewöhnlich nicht sagen, dass es keine Gedichte etwa von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und anderen vom Heteronormativen abweichenden Autoren und Autorinnen zu Themen aus deren Lebens- und Liebeswelt gäbe. Die Behauptung ist einfach, dass solche Lyrik keine sie genuin kennzeichnende Poetik für sich reklamieren könne. Daher gäbe es sie auch als Gattung nicht. Und natürlich ist diese Aussage so wahr wie banal: queere Lyrik verfügt tatsächlich über keine für sie spezifische Form von Kunst- oder Techniklehre, der sie zu folgen hat, um sich als queere Lyrik und nichts anderes ausweisen zu können. Queere Lyrik steht damit allerdings in einer Reihe von Lyrikarten wie zum Beispiel Naturlyrik, Reiselyrik, politische Lyrik etc. Gedichte, die von naturhaften, reisebezogenen, politischen oder anderen Phänomenklassen sprechen, können dies auf denkbar unterschiedlichste Weise tun. Kaum jemand käme dabei aber auf die Idee zu sagen, es gäbe keine Natur-, Reise- oder politische Lyrik. Wieso glaubt man dann behaupten zu können, es gäbe keine queere Lyrik, die sich ebenso wie die anderen genannten primär durch ihren inhaltlichen Referenzbereich auszeichnet? – Ich weiß nicht, warum, aber immer wenn ich diese These höre (und das tue ich ab und an), denke ich unweigerlich an Leute, die behaupten, Homo-, Bi-, Transsexualität oder andere Abweichungen von Cis-Hetero  gäbe es doch gar nicht. Das wären nur krankhafte Verirrungen, was die Vertreter irgendwelcher unter Lyrikkennern diskutierter Thesen natürlich niemals sagen würden. Aber warum behauptet man dann, dass es etwas, was es seit mehr als zweitausend Jahren manifest gibt, nicht gäbe? Was, bitte, soll das?

Geradezu zeitgemäß moderat klingt demgegenüber die These, dass man so etwas wie „queere Lyrik“ heutzutage nicht mehr brauche. Schwule und Lesben dürfen in Ländern wie Deutschland ja mittlerweile sogar heiraten und Kinder adoptieren. Von grundsätzlicher Diskriminierung oder gar Kriminalisierung könne keine Rede mehr sein. Also sei ein Unternehmen wie „queere Lyrik“ doch obsolet geworden. Klingt irgendwie plausibel, ist aber m.E. so falsch wie etwas nur falsch sein kann.

(1.) Es gibt auch in Ländern wie Deutschland nach wie vor zumindest punktuell Diskriminierung und auch körperliche Gewalt gegenüber Menschen, die als abweichend von heterosexuellen Normen wahrgenommen werden. Beleidigungen und Gewaltdelikte, zumindest soweit sie vom Bundeskriminalamt erfasst werden, haben dabei sogar in den letzten Jahren deutlich zugenommen (siehe dazu etwa: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/homophobie-gewalttaten-anstieg-kriminalitaet-homosexualitaet). Diese Entwicklung mag mit Phänomenen wie wachsendem Rechtsradikalismus oder auch einer Vielzahl von Einwanderern aus islamischen und anderen stark homophob geprägten Kulturen in Verbindung stehen. Jedenfalls ist die Welt auch in Ländern wie Deutschland diesbezüglich alles andere als eine allgemein problemfreie Zone.

(2.) Diskriminierung und Kriminalisierung haben den Umgang mit Phänomenen wie Homo- und Transsexualität etc. auch hierzulande über Jahrhunderte und bis in die jüngere Geschichte hinein geprägt. Viele queere Zeitgenossen (auch der Verfasser dieser Zeilen) haben all das noch am eigenen Leib erlebt. Wie sollte eine solche existenzielle Ausgrenzung als prägendes biographisches Faktum plötzlich vergessen sein? Und kann und will man vergessen, dass man als queerer Mensch zu einer Population gehört, die durch eine Geschichte von Sich-Versteckenmüssen, Ausgegrenzt- und Kriminalisiertwerden über Jahrhunderte gesellschaftlich unterdrückt worden ist?

(3.) Ja, es stimmt, in Ländern wie Deutschland hat sich ganz vieles für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und andere vom Heteronormativen abweichende Menschen dramatisch verbessert. Aber wir müssen den Blick nicht allzu weit in die Ferne lenken, um zu sehen, dass das wahrlich nicht überall so ist. Im Gegenteil: schon in einigen Ländern der EU gibt es zum Teil klare politische Tendenzen, die diesen Menschen das Leben systematisch schwerer machen und sie ausgrenzen. Zum Beispiel in Polen, wo sich viele Gemeinden gar nicht genug damit hervortun können, sogenannte „LGBT-freie Zonen“ eingerichtet zu haben – ein Wort, das einen an so unsäglich menschenverachtende nationalsozialistische Begriffe wie „judenfrei“ erinnern kann. Und es geht auch nicht ‚nur‘ um gesellschaftliche Ausgrenzung: In 69 Ländern auf diesem Planeten ist Homosexualität Stand heute immer noch verboten, in 15 Ländern, darunter Iran, Saudi-Arabien und Teilen Nigerias steht sogar die Todesstrafe darauf, während homosexuelles Verhalten in anderen Ländern in Asien und Afrika ‚einfach nur‘ mit Gefängnis und Peitschenhieben bestraft wird (siehe dazu etwa: https://www.maenner.media/gesellschaft/community/spartacus-gay-travel-index-2020/).

Wer also meint, queere Lyrik brauche es heutzutage nicht mehr, weil ja für queere Menschen alles so schön in Ordnung sei, dessen Denken ist offenbar noch nicht weiter als bis zum eigenen Bauchnabel vorgedrungen – und selbst der wird geschichtslos verkannt.

Summa summarum muss ich daher feststellen, dass ich jede der drei Verneinungsthesen für, sagen wir es nett, wenig angebracht, sagen wir es deutlicher, für eine ausgesuchte Zumutung halte. Im Unterschied zu den drei Thesen behaupte ich: Nicht jede Lyrik ist queer; aber es GIBT queere Lyrik, und sie wird gebraucht! Das Wort „queer“ verwende ich dabei im Sinne von nicht hetero oder cis. Es bezieht sich auf Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bi- oder asexuell, als inter- oder transgeschlechtlich oder nicht-binär verstehen, also nicht als heterosexuell und/oder  cis-geschlechtlich. Das Kürzel LGBTIQ+ lässt sich als Synonym dieses Begriffsgebrauchs auffassen. Unter queerer Lyrik verstehe ich dann Lyrik, die von queeren Menschen mit expliziter oder zumindest impliziter Referenz auf queere Liebes- oder Lebensphänomene verfasst wird.

In der Literaturgeschichte ist queere Lyrik, die zumeist homosexuelle Lyrik war, ein sehr altes Phänomen. Viel früher als Prosa mit homosexueller Thematik gab es entsprechende Gedichte. Schon in der Antike wimmelt es davon und in den Epochen zwischen der Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wimmelt es dann noch viel mehr. Viele große Dichter und Dichterinnen haben queere Lyrik verfasst (was weder heißen soll, dass sie sie selbst so genannt hätten noch dass die Verfasser in jedem Fall im hier zugrunde gelegten Verständnis queer waren): Zum Beispiel Theognis, Vergil, George Byron, August von Platen, Walt Whitman, Paul Verlaine, Oscar Wilde, Jean Cocteau, Wystan Hugh Auden, Sappho, Renée Vivien, Sophia Parnok, Mascha Kaleko, Adrienne Rich und viele, viele andere. Die Texte nicht weniger von ihnen wurden erst spät, am Ende einer Karriere oder sogar erst posthum veröffentlicht. Dies wiederum hat unverkennbar damit zu tun, dass Homosexualität – anders als die ‚reine platonische Liebe‘, bei der Sexualität gerade nicht vorgesehen ist – im offiziellen gesellschaftlichen Leben über die längste Zeit abendländischer Geschichte hinweg verpönt, verboten, verfolgt und bestraft wurde. Die alt-griechische Paiderastia, also die Liebe eines erwachsenen Mannes zu einem älteren Knaben oder Jüngling, bei der der Mann den Jungen nach einem strengen Kodex, der allerdings nicht selten übertreten wurde, auch erotisch ins Erwachsensein einführt, muss hier als Sonderfall gelten.

Sieht man vom poetischen Ausdruck der Paiderastia ab, zeigt queere Lyrik faktisch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in der abendländischen Geistesgeschichte die Merkmale einer verdrängten Außenseiterkultur. Dies gilt für ihre karge Rezeption; dies gilt für den literaturwissenschaftlichen Umgang mit ihr, der bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein ignorierend und abwertend war. Queere Texte wurden gerne statt als ‚echte Literatur‘ als rein psychologisch zu betrachtender Ausdruck ihrer Autoren und Autorinnen gesehen. Dies gilt besonders aber auch, wenn man auf die Themen queerer Lyrik schaut.

Das historisch häufigste Thema ist die lyrische Erhöhung des/der unerreichbaren Geliebten, unerreichbar weil die über alles geliebte Person diese Liebe abweist oder diese Liebe als auch mit Sexualität verbundener Partnerschaft als grundsätzlich unmöglich wahrgenommen wird. Vor allem im 20. Jahrhundert kommen dann Themen hinzu wie die zum Teil sehr ungeschminkte Referenz auf queere Sexual- und Lebensformen (zum Beispiel bei Pier Paolo Pasolini, Allan Ginsberg oder Hubert Fichte) und die Auseinandersetzung mit dem Verlust durch Aids (zum Beispiel bei Detlev Meyer oder Mario Wirz). Dies ist der Kern der thematischen Spannungsfelder, aus denen queere Lyrik über lange Zeit ihre Kraft und Besonderheit geschöpft hat.

Je weiter sich die Lebensverhältnisse queerer Menschen in den letzten Jahrzehnten international in verschiedene Richtungen entwickelt haben zwischen gesellschaftlich akzeptiert (z.B. in den meisten europäischen Ländern, in den USA, Neuseeland oder Australien) bis hin zu verfolgt, terrorisiert und mit dem Tod bedroht (wie etwa im Iran, in Saudi Arabien, Nigeria oder Tschetschenien), desto mehr haben sich auch die Themen queerer Lyrik auseinanderentwickelt und diversifiziert: Queere Begegnungen im Alltag, persönliche Wahrnehmungen, Sehnsüchte und Phantasien, Beziehungsträume und –wirklichkeiten oder Formen von queerem Sex können dabei ebenso im Mittelpunkt stehen wie Erfahrungen von Ausgrenzung, Mobbing, Gewalt sowie im eigenen oder gesellschaftlichen Umfeld wahrgenommene Reaktionen auf Coming-Out, queere Liebe, Aktivismus, Krankheit, Sterben, Tod und vieles mehr. Die Palette in queerer Lyrik auftauchender Phänomenbezüge ist damit deutlich weiter geworden. Das zeigen etwa Verknüpfungen von queeren Themenfacetten mit Themen wie Emigration und Emigrationsgeschichte, wofür etwa die Gedichte des vor allem durch seinen Roman Auf Erden sind wir kurz grandios berühmt gewordenen amerikanischen Autors vietnameischer Abstammung Ocean Vuong ein Beispiel geben; oder das in der Lyrik früher kaum präsente Thema der  Intersexualität, wie es etwa die ungarischen Autoren Zoltán Lesi und Mátyás Dunajcsik in ihren poetischen Arbeiten in den letzten Jahren fokussiert haben.

Haben sich so die inhaltlichen Referenzpunkte queerer Lyrik stark erweitert, so lässt sich das von ihrer Wahrnehmung und Rezeption leider nicht sagen. Die bleibt auch weiterhin ziemlich spärlich, selbst wenn man berücksichtigt, dass Lyrik generell und Gegenwartslyrik ganz besonders ein Feld ist, das nur äußerst wenige selbst der grundsätzlich lektüreinteressierten Menschen noch zu begehen bereit sind. Hat es Lyrik also schon an sich schwer wahrgenommen zu werden, so gilt dies für queere Lyrik in geradezu potenzierter – oder müsste man vielleicht sagen – homöopathisch minimierter Weise. Bis zum Entstehen dieser Zeilen (Juli 2020) kennt etwa das deutsche Wikipedia, das doch sonst nahezu alles zu kennen beansprucht, nicht einmal den Begriff „queere Lyrik“ oder „queere Poesie“.

Als Ende März 2020 (auch noch mitten im Corona Lockdown in Deutschland) die vom Verfasser dieser Zeilen herausgegebene und im Geest-Verlag erschienene Anthologie: So gerade / nicht. Queere Lyrik 2020 mit Beiträgen vieler namhafter und preisgekrönter Autoren und Autorinnen erschien und damit das seit über 20 Jahren erste allgemeinere Sammelwerk queerer Lyrik im deutschsprachigen Raum überhaupt, erhielt diese Publikation zwar in queeren Medien wie queer.de, männer* oder Mannschaft Magazin sofortige Aufmerksamkeit, ebenso auch auf den Seiten der Signaturen als Forum für autonome Poesie und sogar in der ja eher etwas konservativeren Welt am Sonntag; gleichzeitig wurde das Buch aber auf der im deutschsprachigen Raum bislang reichweitenstärksten Plattform für aktuelle Lyrik, Fixpoetry zu keinem Zeitpunkt auch nur mit einer Silbe erwähnt, obwohl natürlich auch dieses Medium über das Erscheinen rechtzeitig informiert war.

Queere Lyrik scheint ganz besonders darum kämpfen zu müssen, wahrgenommen zu werden. Ist der Weg vieler queerer Menschen sich zu trauen, der Welt ihr Gesicht zu zeigen, oft schon lang und beschwerlich, so scheint er für queere Schreibende, wenn sie dabei auch Gedicht zu zeigen bereit sind, noch viel länger und beschwerlicher, sodass man zwischendurch denken könnte: „Vielleicht lassen wir es besser bleiben“. Und natürlich, das könnte man. Man könnte aber auch die Schlussfolgerung ziehen: „Fangen wir also jetzt erst richtig an!“

Solange es queere Menschen gibt, die in den Familien, Umwelten und Ländern, in denen sie leben, ausgegrenzt, gemobbt, mit Gewalt bedroht und drangsaliert werden, MUSS queere Lyrik Gesicht zeigen.

Solange es queere Menschen gibt, die ihre besonderen Wahrnehmungen und Erfahrungen auch lyrisch artikulieren, MUSS queere Lyrik Gesicht zeigen.

Solange es Menschen gibt, die jenseits heteronormativer Vorstellungen leben, MUSS queere Lyrik Gesicht zeigen.

Solange es Menschen gibt, die Menschen des anderen oder des gleichen Geschlechts begehren und lieben und ihr Begehren und Lieben in Worte fassen, MUSS queere Lyrik Gesicht zeigen.

Und Gesicht zeigen muss sie auch, weil es sich lohnt, dass sie das tut:  Queere Lyrikschreibende weisen, wie man sagen könnte, gegenüber hypothetisch anzunehmenden ‚Normalos‘ einen doppelten existenziellen Riss auf: dadurch, dass sie queer sind UND dadurch, dass sie lyrisch denken. Darin liegt aber zugleich auch ein doppeltes Potenzial für kreative Reibung, Perspektivenvielfalt und schillernde Buntheit. Queerness bedeutet immer auch, aus etablierten Mustern und Formen aussteigen zu können und Anderes, Schräges, Unerwartetes, auch Unpassendes zu tun. Und queere Lyrik darf all das erst recht. Sie darf auch anders sein als andere Lyrik. So kann sie zum Beispiel genauso spröde sein, wie es Gegenwartslyrik oft ist; das muss sie aber nicht – vor allem nicht flächendeckend. Sie kann auch anders: Sie darf experimentieren, provozieren, ätzen und brennen. Sie darf schrill, kitschig, expressiv und emotional sein. Und natürlich zwischendurch auch wieder ganz prosaisch-konstruiert-gelassen. Queere Lyrik darf der Welt Gesicht zeigen. Und sie darf auch Gesichter zeigen, die vollkommen unterschiedlich und gleichzeitig eigenständig, selbstbewusst und geküsst von Geist, Sinnlichkeit und Spielfreude sind, sodass auch gänzlich coole poetische Heten erahnen: frappierend vielgestaltig erscheint queeres Ged/sicht.

 

Literatur zum Thema:

  • Anders, Klaus (2018): Sappho träumt. Edition Rugerup. ISBN 978-3942955744
  • Büngen, Alfred. & Hölscher, Stefan [Hg.] (2015): Queerlyrik. Siegertexte und Platzierte des 1. Queerlyrik-Wettbewerbs. Geest Verlag, Vechta-Langförden. ISBN 978-3-866855069
  • Campe, Joachim [Hg.] (1994): Matrosen sind der Liebe Schwingen. Homosexuelle Poesie von der Antike bis zur Gegenwart. Insel Verlag. Frankfurt a.M. ISBN: 978-3-458332992
  • Crauss (2018): Die harte Seite des Himmels. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832240
  • Graeff, Alexander (2019): Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832301
  • Hölscher, Stefan (2020): Was ist eigentlich queer? Wie ein kleines Ereignis eine große Frage aufwerfen kann. Erschienen in: queer.de. https://www.queer.de/detail.php?article_id=36171
  • Hölscher, Stefan [Hg.] (2020): Queere Lyrik 2020. So gerade / nicht. Geest Verlag, Vechta-Langförden. ISBN 978-3-866857667
  • Hölscher, Stefan (2019) Queere Lyrik – wen juckt’s? Essay erschienen in Signaturen. Forum für autonome Poesie und männer*. https://www.signaturen-magazin.de/stefan-hoelscher–queere-lyrik—wen-juckts-.html / https://www.maenner.media/kultur/buch/queere-lyrik-wen-juckts/
  • Kennel, Odile: Hors Texte. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832325
  • Kuryanovich, Elizaveta (2019): Danke. Spasibo. Größenwahn Verlag. Frankfurt a.M. ISBN: 978-3-957712363
  • Marciniak, Steffen (2019): Erzengelgesänge. Anthea Verlag. Berlin. ISBN 978-3-899983241
  • Salomon, Peter: Mylord (2019): Schwule Gedichte. Rimbaud Verlag. Aachen. ISBN 978-3-890862712
  • Stempel, H. & Ripkens, M. [Hg.] (1997): Ach Kerl, ich krieg dich nicht aus meinem Kopf. Männerliebe in deutschen Gedichten unseres Jahrhunderts. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. ISBN: 978-3-423200158
  • Vuong, Ocean (2020): Nachthimmel mit Austrittswunden. Hanser Literaturverlag. München. ISBN: 978-3-446266438
  • Zoltán Lesi (2019): In Frauenkleidung. Edition Mosaik. Salzburg. ISBN: 978-3-950446692

Show your Face

If the topic of „queer poetry“ is discussed among poetry connoisseurs, which does not happen excessively often, one of the following three statements is notoriously to be heard:

  1. Every (real) lyric poetry is queer. Therefore, the word „queer“ can be deleted in this context.

2. “Queer lyric poetry“ does not even exist.

3. There is no need for something like „queer poetry“ today.

Even though it’s not the same people who advocate these theses, in the end one agrees that although you can talk about many things, you definitely don’t have to talk about „queer poetry.“ –  I will do it here anyway. I will speak about a subject, which has been traditionally tabooed for many centuries in the history of literature and intellectual history and is now in danger of being wiped off the table again, albeit for slightly different reasons. And here we are actually already at the core of the matter:

Just as it is absurd to describe forms of love and life that deviate from the hetero-normative, which have always been present in humans and animals, as „unacceptable,“ „contrary to nature,“ „sick,“ „diabolical“ or „non-existent,“ it seems to me equally absurd to dismiss the linguistic or other forms of creative expression of people who do not correspond to heteronormative forms of life and love as fundamentally „not justified,“ „not relevant“ or even „inexistent.“

Queer people can articulate themselves to queer ways of life and love. And they not only can, they actually do! And when they do this in poetic form, queer poetry emerges. It is allowed to be there, and – even better – it is there. Queer poetry is a form of how queer people show their faces, how instead of hiding, they use expressive means to make clear that they and their subjects, which are quite different from non-queer people, exist.

Before we take a closer look at the characteristics, developments, and possibilities of queer poetry, let us first look at the three negations mentioned above. Claiming that (genuine) lyrical poetry is „queer“ anyway, it is generally assumed that lyrical poetry per se is questioning norms, shocking, or subversively undermining them. I consider these suppositions to be wrong, even for pure empirical reasons.

What about poets considered conformist in countries with totalitarian regimes? What about poets such as Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern or, to take a leap into the present and loosen up the line of literary heavyweights: what about poets such as Thilo Krause or David Krause? How norm questioning were the classical poets? How subversive are these contemporary authors?

The proposition that all (genuine) poetry breaks down norms is either false or it leads seamlessly to one of the most unfruitful discussions one can have in such contexts, namely, what is real poetry and what is not. Of course, one may argue that there exists better and poorer poetry. But one who attempts to ultimately determine what may and may not pass as lyrical poetry is nothing less than a know-it-all and a creativity killer.

In addition, the use of the word „queer“ in the „Every real poetry is queer“ argument, in my view, is highly questionable. Certainly not everyone questioning norms in principle would want to be called „queer“ and vice versa, there are also a lot of queer people who seem to live in high harmony with existing norms and who would not see themselves as subversive or destructive. Thus, this argument is not valid both for empirical and semantic reasons.  And we need not further elaborate on it.

Of course, it is also cool to claim that „queer lyrical poetry“ does simply not exist. Whoever comes around with this assertion does not usually mean that there are no poems by lesbian, gay, bisexual, transgender, intersexual and other authors which deviate from the heteronormative, on topics from their life and love world. And of course, this statement is as true as it is banal. Queer lyrical poetry actually has no form of art or technical theory specific to it, which it must follow in order to be able to identify itself as queer poetry and nothing else.

Queer poetry, however, is thus part of a series of poetry genres, such as nature poetry, travel poetry or political poetry. Poems that speak of natural, travel-related, or political phenomena can do so in the most diverse ways. But hardly anyone would think of saying that there is no nature poetry, travel poetry or political poetry.

Why then do some think they can claim that there is no such thing as queer lyrical poetry, when, like those other genres mentioned above, queer poetry is primarily distinguished by its content and reference area? – I don’t know why, but whenever I hear this thesis (and I do from time to time), I inevitably think of people who claim that homo- or trans-sexuality does not exist, that these would only be pathological aberrations. The representatives of any of the theses discussed among lyricists would, of course, never admit it. But why then do they claim that something that has been manifest for more than two thousand years does not exist? What, please, is that supposed to mean?

The other argument, namely, that queer lyrics is no longer needed today, sounds downright contemporary and moderate. In countries like Germany, gays and lesbians are nowadays even allowed to marry and adopt children. There can no longer be any talk of fundamental discrimination or even criminalization. Thus, an endeavor like „queer poetry“ has become obsolete after all. Sounds plausible somehow, but, in my opinion, it is as wrong as can be.

Even in open societies like Germany there is still selective discrimination and physical violence against people, who are perceived as deviating from heterosexual norms. Insults and violent offenses, at least as far as they are covered by the Federal Criminal Police Office, have been reported in recent years [1]. This development may be linked to growing right-wing radicalism and a large number of immigrants from Muslim and strongly homophobic cultures.

Discrimination and criminalization have shaped the way in which phenomena such as homosexuality and transexuality have been dealt with in Germany over centuries and right up to recent history. Many queer contemporaries (including the author of these lines) have experienced all this firsthand. How could such existential exclusion as a formative biographical fact suddenly be forgotten? And can and will one forget that as a queer person one belongs to a population that has been socially suppressed for centuries by a history of hiding, being excluded and criminalized? Yet it must be acknowledged and it is true that in countries like Germany life has improved significantly and dramatically for lesbian, gay, bisexual, transgender, intersexual, and other people who deviate from the heteronormative.

But one does not have to look too far away to see that this is certainly not the case everywhere. On the contrary: In some countries of the European Union there are already clear political tendencies, some of which make life systematically more difficult for these people and exclude them. In Poland, for example, where many communities cannot brag enough about having established so-called „LGBT-free zones“ – a word that can remind you of such unspeakably inhumane National Socialist terms as „free of Jews.“ And it is not ‚only‘ about social exclusion. In 69 countries on this planet homosexuality is still a crime, and in 15 countries, including Iran, Saudi Arabia, and parts of Nigeria even the death penalty is imposed, while in many other countries in Asia and Africa homosexual behavior is ‚only‘ punished with prison and lashes [2].

So, anyone thinking queer poetry is no longer needed today, because everything is so nicely in order for queer people, is obviously not thinking any further than his own navel. All in all, I have to conclude that each of the three theses discussed above is, to put it nicely, not very appropriate, or, to state it more clearly, is nothing less than a brazen imposition.

In contrast to the three statements, I claim: Not all poetry is queer; but there is queer poetry, and it is needed! I use the word „queer“ in the sense of not hetero or cis. It refers to people regarding themselves as lesbian, gay, bi- or asexual, but also as inter- or transgender, i.e., not as heterosexual and/or cis-gender. The abbreviation LGBTIQ+ can be understood as a synonym for this term. By queer poetry I then mean poetry written by queer people with explicit or at least implicit reference to queer love or life phenomena.

In the history of literature, queer poetry, which was mostly homosexual poetry, is a very old phenomenon. Much earlier than prose with a homosexual theme, there were poems of this kind. Already ancient times were abounding with it and in the epochs between the Renaissance and the end of the 20th century even more. Many great poets have written queer poetry (which does not mean that they called it that themselves, nor that the authors were queer in any case in the sense I refer to it here). For example, Theognis, Virgil, George Byron, August von Platen, Walt Whitman, Paul Verlaine, Oscar Wilde, Jean Cocteau, Wystan Hugh Auden, Sappho, Renée Vivien, Sophia Parnok, Mascha Kaleko, Adrienne Rich, and many, many others.

The texts, no less of them, were published only late, at the end of a career or even posthumously. This in turn has unmistakably to do with the fact that homosexuality – unlike ‚pure platonic love,‘ in which sexuality is just not intended – was frowned upon, forbidden, persecuted, and punished in official social life throughout the longest time of history.

The more the living conditions of queer people have developed internationally in recent decades in various directions, ranging from socially accepted as in the West (e.g., in most European countries, the USA, New Zealand, and Australia) to persecuted, terrorized, and threatened with death (as in Iran, Saudi Arabia, Nigeria, and Chechnya), the more the themes of queer poetry have developed and become diversified.

Queer encounters in everyday life, personal perceptions, longings and fantasies, relationship dreams and relationship realities or forms of queer sex can be as much the focus of attention as experiences of exclusion, bullying, violence, as well as reactions to coming out, queer love, activism, illness, dying, death, and much more that are perceived in one’s own or social environment.

The spectrum of references appearing in queer poetry has thus become much broader. This can be seen in the combination of queer thematic facets with themes such as emigration and the history of emigration, as for example exemplified by the poems of the American author of Vietnamese descent Ocean Vuong, who became famous mainly through his novel On Earth We Are; or the topic of intersexuality that was previously scarcely present in poetry, and which Hungarian authors Zoltán Lesi and Mátyás Dunajcsik have recently focused on in their poetic work.

While the thematic areas of reference of queer poetry have thus expanded considerably, the same cannot be said of its perception and reception that remains rather sparse. Even if one takes into account that poetry in general and contemporary poetry in particular are fields that very few people, even those who are fundamentally interested in reading, are prepared to enter.

If lyrical poetry in itself is difficult to be noticed, then this applies to queer poetry even more. Until these lines were written (July 2020), the German Wikipedia, for example, which claims to know almost everything else, did not even know the term „queer lyrical poetry“ or „queer poetry.“

When at the end of March 2020 (still in the middle of the first Corona lock-down in Germany) the anthology edited by the author of these lines and published by Geest-Verlag: So gerade / nicht. Queer Poetry 2020, with contributions from many renowned and award-winning authors, and thus the first general anthology of queer poetry in the German-speaking world in over 20 years, was published in queer media like queer. de, männer* oder Mannschaft Magazin received immediate attention, as well as on the pages of the Signatures as a forum for autonomous poetry and even in the more conservative Welt am Sonntag. At the same time, however, the book was not mentioned with a single syllable on the most widely distributed platform for contemporary poetry in the German-speaking world, Fixpoetry, even months after its publication.

Queer lyrical poetry seems to have to fight a special fight to be noticed. While the path of many queer people, to dare to show their face to the world, is often long and arduous enough, for queer writers, if they are also willing to show poetry, it seems to be much more arduous. Thus, one could think after all these experiences, „Maybe we better let it be.“ And, of course, one could. But one could also draw the opposite conclusion: „Let’s just get started!“

So long as there are queer people who are marginalized, bullied, threatened with violence, and harassed in the families, environments, and countries where they live, queer poetry MUST show face.

So long as there are queer people who also articulate their particular perceptions and experiences lyrically, queer lyrical poetry MUST show face.

So long as there are people living beyond heteronormative ideas, queer poetry MUST show face.

So long as there are people desiring and loving people of the other or the same sex and put their desire and love into words, queer poetry MUST show face.

And it must also show face, because it is worthwhile that it does so: queer poetry writers exhibit, as one may say, a double existential rift in comparison to hypothetically assumed ’normals‘ by being queer AND by thinking lyrically. Nevertheless, this also offers a double potential for creative friction, diversity of perspectives, and dazzling colorfulness. Queerness always means being able to step out of established patterns and forms and do something different, weird, unexpected, even inappropriate. And queer poetry is allowed to do all that. It can also be different from other poetry. For example, it can be just as coarse as contemporary poetry often is, but it doesn’t have to be – especially not throughout. It can also be different: It can experiment, provoke, etch, and burn. It can be shrill, cheesy, expressive, and emotional. And of course, now and then, it can also be completely prosaic, deliberately relaxed. Queer poetry may show its face to the world. It may also show faces that are completely different and, at the same time, independent, that are self-confident and, being kissed by spirit and sensuality, pure playfulness, so that even completely cool poetic straights may grasp: Queer poetry is indeed strikingly multifaceted.

 

 

Pertinent References

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Campe, Joachim [Hg.] (1994): Matrosen sind der Liebe Schwingen. Homosexuelle Poesie von der Antike bis zur Gegenwart. Insel Verlag. Frankfurt a.M. ISBN: 978-3-458332992

Crauss (2018): Die harte Seite des Himmels. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832240

Graeff, Alexander (2019): Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832301

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Hölscher, Stefan [Hg.] (2020): Queere Lyrik 2020. So gerade / nicht. Geest Verlag, Vechta-Langförden. ISBN 978-3-866857667

Hölscher, Stefan (2019) Queere Lyrik – wen juckt’s? Essay erschienen in Signaturen. Forum für autonome Poesie und männer*. https://www.signaturen-magazin.de/stefan-hoelscher–queere-lyrik—wen-juckts-.html / https://www.maenner.media/kultur/buch/queere-lyrik-wen-juckts/

Kennel, Odile: Hors Texte. Verlagshaus Berlin. ISBN: 978-3-945832325

Kuryanovich, Elizaveta (2019): Danke. Spasibo. Größenwahn Verlag. Frankfurt a.M. ISBN: 978-3-957712363

Marciniak, Steffen (2019): Erzengelgesänge. Anthea Verlag. Berlin. ISBN 978-3-899983241

Salomon, Peter: Mylord (2019): Schwule Gedichte. Rimbaud Verlag. Aachen. ISBN 978-3-890862712

Stempel, H. & Ripkens, M. [Hg.] (1997): Ach Kerl, ich krieg dich nicht aus meinem Kopf. Männerliebe in deutschen Gedichten unseres Jahrhunderts. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. ISBN: 978-3-423200158

Vuong, Ocean (2020): Nachthimmel mit Austrittswunden. Hanser Literaturverlag. München. ISBN: 978-3-446266438

Zoltán Lesi (2019): In Frauenkleidung. Edition Mosaik. Salzburg. ISBN: 978-3-950446692

 

 

[1] https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/homophobie-gewalttaten-anstieg-kriminalitaet-homosexualitaet)

[2] https://www.maenner.media/gesellschaft/community/spartacus-gay-travel-index-2020

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